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Ortsgeschichte

Im Jahr 1003 wird "wolueradeshusun" in einer Urkunde König Heinrichs II. erstmals erwähnt. Der Name geht auf die 1116 gegründete Burg des Grafen Otto II. über. Bereits 1157 stirbt das Geschlecht aus und die Grafschaft fällt an das Stammhaus Dießen-Andechs zurück. 1243 übernehmen die Wittelsbacher die Burg und fünf Jahre später das Gebiet der Andechser.   

 

Die Burg wird Amtssitz des herzoglichen Pflegers und Richters und Mittelpunkt des Landgerichts Wolfratshausen, welches sich von Tafel der BurgFreising bis Tirol und vom Starnberger- bis zum Tegernsee erstreckt. Kurz bevor die Burg 1734 durch einen Blitzschlag dem Erdboden gleichgemacht wird, verlegt man den Gerichtssitz in den Markt.

 

Im Jahr 1312 gewährt Herzog Rudolf "den lieben Bürgern seines Marktes Wolfratshausen" die bürgerliche Freiheit. Kurze Zeit später kann der Richter Pfändungen zu Gunsten "der Leute von Wolfratshausen" durchführen und 1330 bekommt der Markt die Niedergerichtsbarkeit.

 

Ab 1560 ist eine Schule für Knaben und Mädchen nachweisbar. Im Jahr 1794 werden 870 Einwohner gezählt, wobei man in der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg und der Pest von einer erheblich größeren Einwohnerzahl ausgehen muss. 

 

Am Bach in Wolfratshausen Bedeutung und Wohlstand erhält der Ort durch das Marktrecht, das Brauereigewerbe und die Flößerei. Die Frage nach dem Beginn der Flößerei ist nicht leicht zu beantworten, Floßleute antworten darauf: "schon immer". 1297 beauftragt Herzog Rudolf I. den "Zollner" in Wolfratshausen, für bestimmte Waren keine Abgaben mehr einzuheben. Im 15. Jh. zählt man täglich zehn Flöße an der Wolfratshauser Lände, der Höhepunkt wird wohl 1864 mit 5840 Flößen im Jahr erreicht. Auf der Isar von Lenggries und auf der Loisach von Garmisch kommend, werden Holz, Kalk, Gips, Kreide, Fische und an Importgütern Wolle Seide, Wein und Rosinen transportiert. Ziel ist nicht nur München, sondern auch Deggendorf, Passau, Wien, und sogar Budapest.

 

Als ebenfalls einträgliches Gewerbe werden im Steuer- und Grundbuch von 1633 13 Brauereien aufgeführt. Im 19. Jh. stellen die Brauereien nach und nach ihren Betrieb ein. Am längsten, bis 1909, kann sich der Humplbräu halten.

 

Nantwein-Kirche in WolfratshausenDas Wahrzeichen der Stadt, die katholische Pfarrkirche St. Andreas, deren Vorgängerbau 1484 errichtet worden ist, zählt zu den Schmuckstücken von Wolfratshausen.  Eine weitere Sehenswürdig- keit ist die vom städtischen Friedhof umgebene Nantweiner Kirche. Sie ist zum Gedenken an den Volksheiligen Nantovinus erbaut worden, der 1286 als Rompilger durch Wolfratshausen kommt und hier unter falscher Anklage zum Feuertod verurteilt wird. Die evangelische St.-Michaels-Kirche ist 1909 errichtet worden. Im Chor greift man die uralte Form der romanischen Säulen auf.  

 

1961 feiert Wolfratshausen seine Stadterhebung. Bei der Gebietsreform 1972 wird der neue Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gebildet und der Sitz des Landratsamts von Wolfratshausen nach Bad Tölz verlegt. Die vorher selbständige Gemeinde Weidach (mit Nantwein) gehört seit 1978 zu Wolfratshausen. 

 

(Text von Marianne Balder)

 

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