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Das Wappen von Wolfratshausen

Im Rathaus befindet sich das Wappen des Marktes, ein schwarzer Wolf mit heraushängender grosser Zunge im weissen Felde. Über die Herkunft desselben gibt Aufschluss die bayerische Heraldik von Otto Titan von Hafner. Im Jahre 1560 ließ Herzog Albrecht V. von Bayern an alle seine Getreuen der Landschaft ausschreiben, von welchen noch eines erhalten ist.

 

"Von G.G. Wir Albrecht Herzog in O.u.S.B. Unseren Gruss zuvor L Getreuen. Nach dem Wir jetzt im Werk seindt, ain trefflich Punch von Gemäl zurichten zu lassen und zu ewigker Gedächtnuss aller vnsern Landen, Grafschaften, Stetten, Clöster vnd Märckt Wappen darinn zubringen So wollen Wir dass Ir aufs allerikist es immer so sein mag, was eres Marckts Kösching Wappen mit seinen aigentlichen Farben aufs Papier bringen vnd vns bey Tag und Nacht zukkommen lasset. Thuen Wir Vns versehen. Datum München, den Ein Mai Anno etc. 60."

    

Ein solches Schreiben kam auch zweifellos nach Wolfratshausen. Wolfratshausen hatte einst "einfaches Urwappen" d.h. ein solches, welches mit der Heraldik selbst entstanden ist. Die Ur- oder ältesten Wappen wurden nicht verliehen, sondern von den Inhabern einfach angenommen. Wolfratshausen hatte einen schwarzen heraldischen Wolf im silbernen Feld.

 

Eine bayerische Wappa oder Landkarte wurde herausgegeben von Apian, Professor in Ingolstadt. Die Witwe Apians spricht im Bericht über die Hinterlassenschaft ihres Mannes von "650 Wappenstöcklin". Unter diesen befindet sich auch das Wappen von Wolfratshausen. – Der Markt hat sein Wappen keineswegs von den Grafen von Wolfratshausen; denn das Wappen dieser war ein heraldischer gelber Löwe auf rotem Grunde hinter einem Eisengitter.

 

Das 1912 erschienene "Die Wappen und Siegel der deutschen Städte, Flecken und Dörfer" von Otto Hupp schreibt: 'Wolfratshausen, markt - In Silber ein schwarzer Wolf. Die Grafen von Wolfratshauen starben in vorheraldischer Zeit aus; ihre Verwandten und Nachfolger, die Grafen von Andechs-Diessen, hatten bekanntlich ein anderes Wappen, so kann der Wolf sich also nur mittel- oder unmittelbar auf das Raubtier beziehen.' (Eine darunterstehende Anmerkung lautet: Dass Wölfe einst hier häufig waren, scheint auch der Wolfratshauser zu beweisen, den alte Karten südlich von Wolfratshausen verzeichnen, von dem jedoch die Generalstabskarte keine Spur mehr erkennen lässt.)

 

Auch hat ein Wilhelm Wolfratsdorffer aus Frashausen (jetzt Fraßhausen) bei Wolfratshausen 1385 in seinem Siegel einen Wolf (Reichsarchiv). Das älteste erhaltene Marktsiegel stammt von 1403 (und befindet sich im Bayerischen Haauptstaatsarchiv). Der hierbei und bis zum Ende des 16. Jahrhunderts benützte Stempel zeigt ein Wolf in einem bis zum Halbrund ausgebauchten Dreieckschild mit der Legende (Umschrift) "+ s civium Wolfertshausen" (33 mm), der Wolf hat hierauf eine sehr charakteristische Haltung, während er bei dem 1615 vorkom-menden: "+ S + civium + Wolferzhavsen" (32 mm), das ihn in einem an den Ecken gerollten Zierschilde zeigt, ebenso gut als Fuchs angesprochen werden könnte. Ähnlich ein nur mit: "M W" (17 mm) bezeichnetes Signet. So auch die Bürgermeistermedaille. Auch Mielich*, Apian, das Wappenbuch der Landschaft, das Kalenderfragment von 1624 und Wening haben das Wappen so." –

 

Der Akt: A R III Verz. 43 Fasz. 10 Nr. 269 /: A B 1930 Nr. 51 :/ des Kreisarchivs in München berichtet: Am 28. Oktober 1811 erhielt das Kgl. Landgericht Wolfratshausen den Auftrag, das Wappen seiner "unterhaben" Märkte auf einen halben Bogen Papier zu zeichnen, zu kolorieren und vorzulegen und zu berichten, wann, bei welcher Gelegenheit und von wem dem Markt das geführte Wappen verliehen worden sei. Es liegt nur die Antwort von Holzkirchen bei, die von Wolfratshausen fehlt.

 

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