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Fremd- und Zwangsarbeiter - Anfänge in Wolfratshausen

Heinrich Jost zog am 6.2.1936 nach Wolfratshausen, wo er am 11. März von der NSDAP zum Bürgermeister ernannt wurde. Die Stelle war seit Juli 1935 vakant, 2. Bürgermeister Johann Ettenhuber führte in der Zwischenzeit die gemeindlichen Geschäfte.

Heinrich Jost 1935Angeregt durch die Veröffentlichung des Vierjahresplans ver- fasste Heinrich Jost am 31.11.1936 seine "Denkschrift der Marktgemeinde Wolfratshausen (Oberbayern) – Isartal" mit dem Betreff: 'Arbeitsbeschaffung und wirtschaftliche Belebung für Wolfratshausen'. Er verlas die fünf Seiten in der Gemeindever- sammlung am 15.12.1936. Nach einer positiven Schilderung des Marktes und des Kreises, schrieb er: "Der Markt Wolfrats- hausen ist eifrigst bestrebt, im Rahmen des Vierjahresplanes eingeschaltet zu werden, da in Wolfratshausen und seiner nä- heren Umgebung durchwegs noch sehr große wirtschaftliche Not und soziales Elend, besonders in Arbeiterkreisen, vorherrschen."

Er listet verschiedene Rohstoffvorkommen wie Braunkohle, Torf, Wälder, Kreide, Ton, Kies- und Sandlager auf. Zwei Sägewerke gebe es, eine leer stehende Glashütte und ein Schrannengebäude. Jost fährt fort: "Bei dem von unserem Führer Adolf Hitler verkündeten Vierjahresplan und der damit zusammenhängenden Umstellung und Neueinteilung des deutschen Bodens hat Wolfratshausen ein Anrecht darauf, berücksichtigt zu werden." – "Dringend notwendig ist die Befruchtung des Güter- und Personenverkehrs der Isartalbahn." Jost spricht von den schwierigen Arbeitsverhältnissen und dass der größte Teil der Arbeiterschaft große Entfernungen zur Arbeitsstätte zurücklegen müsse, aber auch von Arbeitslosigkeit.

Er sei der Meinung, dass die Errichtung von Betrieben südlich von Wolfratshausen (Damit meinte er die der Marktgemeinde gehörenden Grundstücke Flurnum- mern 909, 911, 925 und 942 südlich des Loisach-Isar-Kanals und nicht den Staatsforst, in dem später die Rüstungswerke gebaut wurden.) den Menschen Arbeit und Brot geben würde, und dies auch als vordringlichste Aufgabe im Sinne der Erfüllung des Vierjahresplans unerlässlich sei. Jost schließt mit den Worten: "Die Arbeiterschaft würde sicher Staat und Partei großen Dank wissen und sich demzufolge besser als bisher rückhaltlos für den national-sozialistischen Staat und die Partei einsetzen, damit wäre dann auch nicht nur die Not behoben, sondern gleichfalls die politische Stimmung in absehbarer Zeit eine wesentlich andere als die z.Zt. hier unter Berücksichtigung des Vorstehenden noch ist." . . .

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