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Ortsgeschichte

Wahrscheinlich ist der Höhenrücken zwischen Starnberger See und Isar schon seit vielen tausend Jahren besiedelt. Beweise finden sich in den vielen prähistorischen Grabhügeln rings um Münsing. Sie sagen uns, dass in der Nähe ein Hof oder eine Hofgruppe gelegen hat. Wann der Ort Münsing gegründet wurde, kann man nur ahnen. Pfarrer Schnell, Erforscher der Münsinger Ortsgeschichte, glaubt, dass ein Sippenführer oder Großbauer namens "Munigis" Anfang des 6. Jhs. den Ort gegründet oder neu besiedelt hat, der nach ihm dann "Munigisingen" benannt wurde.

 

Kirche von MünsingDie ersten urkundlichen Überlieferungen tauchen im 8. Jh. auf. In einer Urdotation für das Kloster Benediktbeuern, das damals schon fünf Höfe in Münsing besaß, werden 740 Münsing und Gelting genannt. Es sind dies die erstbezeugten Orte im Altlandkreis Wolfratshausen. Im 8. Jh. werden auch Ambach (Auinpah), Holzhausen, Weiperts- hausen (Wippertshusin), dann 824 erstmals Degerndorf und etwa zur gleichen Zeit Wimpasing (Windpozzingen), 1085 Pischetsried (Piscofesriet) und Meilenberg (Milinperg), 1068 Staudach, 1090 Schwabbruck (Spachprucce) und Weidenkam (Wittingchaim) genannt. 

 

Unter den Ungarn-Einfällen am Anfang des 9. Jhs. hatte das Münsinger Gebiet schwer zu leiden. Im 12. Jh. tauchen neue Ortsnamen in den Urkunden auf, Attenkam (Heim des Atto), Reichenkam (Richelcheim), Schallenkam (Heim des Scalco), um 1200 schließlich Ammerland, dessen Namensdeutung noch nicht ganz geklärt ist. 1418 fand in Münsing der erste Gerichtstag statt, nachdem es zuerst zum Pähler, später zum Wolfratshauser Gericht gehört hatte.  

 

Fassadendetail in MünsingSchwere Wunden hat der Dreißigjährige Krieg dem Land geschlagen, besonders in den Jahren 1632–1634, 1646 und 1648. Zu alledem kam 1634 noch die Pest ins Land, die zur Verödung ganzer Höfe führte. 1789 kamen französische Truppen in das Gebiet, ihr Stab lag in Schloss Ammerland.

 

1854 wurde die Eisenbahnlinie Starnberg–München errichtet. Über die Dampfschifffahrt waren damit die Orte Ammerland–Münsing und Ambach–Holzhausen dem Verkehr erschlossen. Der "Würmsee" wurde von Städtern entdeckt und es begann eine ungeahnte Besiedelung, die sich bis heute fortsetzt. Eine direkte Omnibusverbindung von München nach Münsing–Ammerland erstellte 1928 die Post.

 

Nach zweijähriger Bauzeit wurde 1914 eine Wasserleitung fertig gestellt. Das 1890/91 errichtete Schulhaus ersetzte man 1964 durch einen Neubau. Im Zuge der Gebietsreform sind 1978 die Gemeinden Münsing, Degerndorf und Holzhausen zusammengelegt worden.

 

(Text von Alma Lanzinger)

 

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