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Ortsgeschichte

Die Jachenau wurde ab dem Zeitraum um 1185 vom Kloster Benediktbeuern aus gerodet und besiedelt. In der Abschrift einer Urkunde von 1192 wird im Zusammenhang mit dem Neubruchzehnt für das Kloster das Tal Nazareth erstmals genannt. Damit war das mit Ahorn bestandene Hochtal „in acereto“, im Ahornwald gemeint, was von den Mönchen in „Nazareth“ umgeformt wurde. In derselben Urkunde wurde der Auftrag gegeben, eine Kirche aus Stein zu errichten. Hundert Jahre später weihte Bischof Wolfahrt von Augsburg die Kirche St. Nikolaus am 17. März 1291 persönlich ein. Im gleichen Jahr wurde das Wirtshaus eröffnet.

1294 sind im Salbüchl des Klosters 17 "vaccariae" (Schwaigen) in Nazareth aufgelistet, von denen bei folgenden sieben eine Beziehung zu den heute noch bestehenden Höfen hergestellt werden kann. Dies sind „Nazareth sup monte“ = Berg, „Im ahorn“ = Achner, „Chlezagelshof“ = Hinterbichl, „Geru-nershof“ = bis 1500 als der Krinner benannt, danach als Luitpolder, „Erchenboltshütte“ = Erbhof, „Im lohe“ = Laich, „Saherpach“ = Sachenbach.

Durch Zwei- und manchmal auch Dreiteilung der meisten 17 "Urhöfe" kam die Jachenau im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts bis zum Jahr 1782 auf 36 Höfe und 24 Sölden, die sich bis ins 19. Jahrhundert gehalten haben. Bis zur Säkularisation 1803 gehörte die Obmannschaft Jachenau zum Klostergericht Benediktbeuern. Im Zeitraum 1808 bis 1818 entwickelte sich der Ort zu einer selbständigen politischen Gemeinde. 1808 wurden den damals 60 Anwesen die heute noch gültigen Hausnummern 1 bis 60 zugeordnet.

Nach der Gemeindegebietsreform von 1975 ist Jachenau  mit rund 880 Einwohnern nach der Bevölkerungszahl die kleinste Gemeinde mit eigener Verwaltung in Bayern. Mit 7 Einwohnern je km² ist sie zudem die am dünnsten besiedelte Gemeinde. Jachenau ist ein staatlich anerkannter Erholungsort, der sich als "Jachenau das Sonnental" dem "sanften Tourismus" verpflichtet fühlt.

Nach der Säkularisation kämpften die Jachenauer über 180 Jahre um ihre ganz besonderen Forstrechte. Auf der Grundlage des Teil- und Zinswaldgesetzes von 1964 wurden in einer Art Vergleich mit der Bayerischen Staatsforstverwaltung die Jachenauer  Bauern und Söldner 1983 endlich Eigentümer ihrer Wälder. Dahingegen verblieben die kommunalen Bann- und Wuhrhölzer sowie die Gemein- und Freiberge in der Hand des Staates.

 

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