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Ortsgeschichte

Icking (mit den Orten Irschenhausen, Walchstadt, Dorfen, Attenhausen, Holzen und Wadlhausen)

 

Das Gebiet der Gemeinde war schon in vorgeschichtlichen Zeiten besiedelt, wie das bronzezeitliche und urnenfelderzeitliche Funde belegen: ein Opferplatz und zwei Lappenbeile aus Irschenhausen, Bronzeschwert vom Ickinger Wehreine Gürtelschnalle aus einem Grabhügelfeld in Icking und ein Bronze- schwert vom Ickinger Wehr. Eine villa rustica weist auf Römer in Icking hin. Das frühe Mittelalter zeigt sich in merowingischen Tuffplattengräbern in der Irschenhauser Kirche.   

 

806 wird Icking erstmals in den Traditionen Nr. 20 von Kloster Schäftlarn erwähnt: Heinrich und dessen Sohn Walther schenken ihren Erbbesitz in Icking dem Kloster Schäftlarn. Auch im Urbar N. 405 von Kloster Tegernsee wird Icking 1289 erwähnt: In Icking besitzt das Kloster eine Curia (1/1 Hof). Irschenhausen wird erstmals in den Traditionen Nr. 16 von Kloster Schäftlarn erwähnt: Landfried übergibt Güter in Irschenhausen an das Kloster Schäftlarn. Wadlhausen wird erstmals 776 erwähnt, Walchstadt 780, Dorfen 810 und Attenhausen 1140.

 

Skizze der Kirche von DorfenAuch die Kirchen der Gemeinde sind wichtige historische Zeugnisse der Orte:

Hl. Kreuz in Icking: spätgotischer Bau um 1500 mit Resten eines romanischen Vorgängerbaus

St. Anian in Irschenhausen: 1140 Weihe der Kirsche durch Bischof Otto I. von Freising. Ein gotischer Bau des 14.–15. Jhs. mit Fundamentmauern eines romanischen Apsisbaus

St. Bartholomäus in Walchstadt: spätgotischer Dom um 1685

St. Johannes in Dorfen: erbaut 1728–30 auf Fundamenten eines gotischen Vorgängerbaus. 

 

Icking hatte 1871 zehn Anwesen und 284 Einwohner sowie ab 1875 eine eigene Schule. Die Gründung der ersten Feuerwehr fällt in das Jahr 1876. Die stürmische Entwicklung Ickings erfolgte erst nach Einweihung der Isartalbahn 1891. Die Erschließung des Höhengeländes westlich und nördlich des Bahnhofs beginnt 1908 mit der Einreichung einer Baulinienfestsetzung.

 

Altes Gemälde der Gemeinde DorfenDie Geschichte der Oberschule beginnt mit einem privaten Realgymnasium 1921, dieses wird ab 1942 zur öffentlichen Realschule. Eine wesentliche Vergrößerung erfährt Icking 1977 durch die Gemeindegebietsreform mit der Eingliederung der Gemeinde Dorfen.

 

In der Gemeinde lebte eine Anzahl bedeutender Persönlichkeiten: Maler Karl Wilhelm Diefenbach (Dorfen), Adolf Erbslöh (Irschenhausen), Erich Erler (Icking), die Historiker Golo Mann und Thomas Niperdey (Icking), der Schriftsteller D.H. Lawrence (Irschenhausen), der Kriminologe Geheimrat Heindl (Irschenhausen) und die Schauspieler Dieter Borsche, O.W. Fischer und Gerd Fröbe, die Wagnersängerin Luise Willer und die Frauenrechtlerin Anita Augspurg.

 

(Text von Peter Schweiger)

 

 

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