Landratsamt Bad Tölz-WolfratshausenKÜNSTLERPORTALLEITPORTALARCHIVPORTAL
  • header_01
  • header_02
  • header_03
  • header_04
  • header_05
  • header_06
  • header_07
  • header_08
  • header_09

Ortsgeschichte

Die Loisachtalgemeinde Eurasburg hat ihren Ursprung der Besiedlung vermutlich in der Karolinger- zeit, also ca. im 8./9. Jahrhundert. Begonnen haben dürfte die Besiedlung mit dem Bau einer Ritterburg oberhalb des Schlossberges. Im 11. Jahrhundert wurde erstmals ein Eberhard von Iring genannt. Die Herrschaft von Iringsburg gab auch dem Ort Eurasburg seinen Namen. Albert von Iring, ein großer Anhänger Kaiser Heinrichs IV., wurde von Papst Gregor VII. mit dem Kirchenbann belegt. Als Sühne und zur Befreiung vom Kirchenbann gründeten seine Söhne 1121 das Kloster Beuerberg.

 

Turm des Schlosses EurasburgDas Geschlecht der Iringer erlosch 1323; als Nachfolger besaß das Geschlecht der Thorer die Hofmark fast 300 Jahre. Herzog Albrecht VI., genannt der Leuchtenberger, erwarb 1626 für 75.000 Gulden die Burg. Er ließ die alte Ritterburg abreißen und ein neues Jagd- und Lustschloss im Spätrenaissance-Stil nach Bauentwürfen des bekannten Baumeisters Peter Candid errichten.  

 

Auf Schloss Eurasburg wurde am 5. Juni 1845 Hermann von Barth geboren. Ihm wurde als begeisterter Bergsteiger und Erschließer der "Nördlichen Kalkalpen" ein Denkmal am Kleinen Ahornboden errichtet. "Auf Eurasburg" lebte wenige Jahre auch Marie Gräfin von Tattenbach. Dank ihrer finanziellen Mittel konnte 1909 die heutige Schlosskirche eingeweiht werden. Nach vielen, vielen Eigentümerwechseln ist das Schloss heute als Wohnanlage mit Eigentumswohnungen genutzt. 

 

Die Geschichte in diesem Teil des Loisachtales wurde bis zur Säkularisation 1803 geprägt vom Kloster Beuerberg. Die Augustiner Chorherren waren verantwortlich für die geistliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung des Gebietes der Hofmark, das dadurch auch überörtliche Bedeutung erlangte.

 

Schloss Eurasburg - Kupferstich von Michael Wening 1701Ab 1803 begann dann die politische Entwicklung zum heutigen Staatsgefüge. Der wirtschaftliche Aufschwung begann mit dem Bau der Isartalbahn 1897 und der Einführung der Elektrizität am Ende des Ersten Weltkrieges. Der Schlossherr und Fabrikant Kurt Wolf baute 1937 eine Textilfabrik als ersten größeren Gewerbebetrieb.

 

Ein einschneidendes politisches Datum ist die Gemeindegebiets- reform zum 1. Mai 1978: Die ehemaligen selbständigen Gemeinden Eurasburg, Beuerberg, Herrnhausen und der Ortsteil Achmühle aus der Gemeinde Degerndorf wurden zur "Einheitsgemeinde Eurasburg" zusammengelegt. Erhebliche, verständliche emotionale Widerstände in der Bevölkerung wurden durch konstruktive, sachliche, parteilose und bürgerbezogene Gemeindepolitik erstaunlich rasch überwunden.

 

Die Gemeinde Eurasburg verfügt derzeit über eine ausreichende Infrastruktur und eine gute Mischung aus Gewerbe, Handwerk und Landwirtschaft. Die Nähe zum Ballungsraum München hat eine hohe Wohnnachfrage, aber auch eine günstige Arbeitsmarktlage zur Folge. Tourismus spielt in Eurasburg keine Rolle.

 

 

Zurück zur vorherigen Seite

 
Zur Webseite der Gemeinde Bad Heilbrunn Zur Webseite der Stadt Bad Tölz Zur Webseite der Gemeinde Benediktbeuern Zur Webseite der Gemeinde Bichl
 
Zur Webseite der Gemeinde Dietramszell Zur Webseite der Gemeinde Egling Zur Webseite der Gemeinde Eurasburg Zur Webseite der Gemeinde Gaissach
 
Zur Webseite der Stadt Geretsried Zur Webseite der Gemeinde Greiling Zur Webseite der Gemeinde Icking Zur Webseite der Gemeinde Jachenau
 
Zur Webseite der Gemeinde Kochel am See Zur Webseite der Gemeinde Königsdorf Zur Webseite der Gemeinde Lenggries Zur Webseite der Gemeinde Münsing
 
Zur Webseite der Gemeinde Reichersbeuern Zur Webseite der Gemeinde Sachsenkam Zur Webseite der Gemeinde Schlehdorf Zur Webseite der Gemeinde Wackersberg
 
  Zur Webseite der Stadt Wolfratshausen