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Ortsgeschichte

Die heutige Gemeinde Egling entstand 1973 durch den freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Egling, Ergertshausen, Neufahrn, Moosham und Thanning. Fünf Jahre später wurden im Heiliger Vitus in der Wallfahrtskirche EglingZuge der Gebietsreform Deining und Endlhausen eingegliedert.

 

Die erste Erwähnung des Ortes datiert aber bereits auf das Jahr 804. In einer Urkunde werden Tauf-Kirchen aufgeführt. Zu ihnen gehört auch die Eglinger (ad Egilingas) St.-Martins-Kirche, die damals schon Pfarrkirche war.

 

Innerpolitische und kirchliche Querelen um Macht und Ordnung spiegelten sich im 10. Jh. wider. Schreckliche Kriege erschütterten das Land und zudem stürmte das wilde Reitervolk der Ungarn über ganz Bayern. Aus dem Bistum Freising stammt nur eine kleine Notiz über die Geschehnisse dieser Zeit. Erst König Otto I. konnte ein vereinigtes Deutsches Heer schaffen, um die Ungarn 955 auf dem Lechfeld bei Augsburg zu besiegen.

 

Hatte schon Karl der Große begonnen, einzelne bayerische Klöster an Bischöfe zu vergeben, so wurde die Abgabe unter Ludwig dem Deutschen geradezu rücksichtslos betrieben. In einer Aufzeichnung des Klosters Tegernsee heißt es, mit dem 10 Jh. habe in ganz Bayern der Mönchsstand aufgehört.

 

Bischof Wolfgang von Regensburg begann 972 mit seinem Lebenswerk, er löste das Bistum von den Klöstern, setzte Äbte ein, gab ihnen ihre Selbständigkeit zurück und verhalf ihnen damit zu neuer Blüte. Diese Neuregelung betraf auch die Eglinger St.-Martinskirche, die in Folge als Filiale der Pfarrei Deining unterstand.

 

Fassadenmalerei beim Schmied in EglingDas Edelgeschlecht der Eglinger waltete in dieser Zeit im Gemeindegebiet. Heinrich von Egling erhielt 1095 vom Kloster Tegernsee die Stellung eines Mundschenks, also eines der vier Hofämter, die das Kloster erblich vergeben durfte. Hofamtliche Würdenträger waren gleichzeitig Ratgeber und Beamte des Klosters.

 

Jacob Eglinger übernahm 1420 die Hofmark von Schloss Harmating, zu der Höfe aus Teyning, Staingaw und Aschalting gehörten. Die einfache Gerichtsbarkeit lag in den Händen der Hofmark. Unter den Urkunden im Marktarchiv Wolfratshausen (U 9, von 1442) befindet sich ein Kaufbrief mit gut erhaltenem Siegel des "Sebolten dez Eglingers". Es zeigt das schöne Wellwappen, wie es auch auf dem aktuellen Gemeindewappen zu sehen ist. Als Zeuge im Landgericht zeichnete er um 1435 viele Urkunden.

 

Letzter genannter Vertreter des Geschlechts der Eglinger war Leonhard Eglinger; nach dessen Tod um 1515 starb das Edelgeschlecht aus. Als Geburtsjahr der Gemeinde Egling mit eigenständiger Verwaltung und dem Gemeindevorsteher Johann Knabl an der Spitze gilt das Jahr 1869.

 

(Daten zusammengestellt aus der Jubiläumschronik "1200 Jahre Egling", 2004)

 

 

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