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Ortsgeschichte

Nach Auflösung der Gemeinde Oberbuchen 1971 sowie der Gemeinde Schönrain im Zuge der Gebietsreform 1978 bilden 34 Ortsteile auf rund 2.692 ha die Gemeinde Bad Heilbrunn.

Erstmals schriftlich erwähnt wurde „der Heilbrunnen bei Steinbach“ 1159, als der Abt und Mönche des Klosters Benediktbeuern, zu dessen Untertanen die Bewohner zählten, alten Überlieferung Folge leisteten und nach einem salzhaltigen Heilwasser graben ließen. Bei der Freilegung der seit 1831 durch ein Dekret König Ludwigs I. benannten Adelheidquelle stießen die Ordensleute auf Spuren früherer Anwohner und heidnischer Kulte. Ein Augenzeugenbericht aus dieser Zeit, die sogenannte „Legenda de Haylprunne“, wird in der Bayerischen Staatsbibliothek München aufbewahrt.

1530 besuchten Herzog Wilhelm IV. von Bayern und seine Ehefrau Maria Jacobäa den Ort, dessen wundersame Heilgeschichten bis nach München gedrungen waren, und der kleine, nur wenige Höfe umfassende Weiler stieg zum Hofbad der Wittelsbacher Landesherren auf. 1636 veröffentlichte der herzogliche Leibarzt Malachias Geiger das erste Kurbuch.

Seinen Höhepunkt als Hofbad erlebte Bad Heilbrunn im Sommer 1659, als Kurfürstin Henriette Adelheid von Bayern, geborene Prinzessin von Savoyen und Cousine Louis XIV. von Frankreich, wegen ihrer anhaltenden Kinderlosigkeit für sechs Wochen hier zur Kur weilte. Ihr Ehemann, Kurfürst Ferdinand Maria, ließ eigens dafür ein zweistöckiges Badehaus errichten, dessen Grundmauern später im Pfarrhaus und Pfarrgarten aufgingen.

Mit der Säkularisation 1803 brach eine neue Zeit für Bad Heilbrunn an. Aus dem Besitz des Klosters Benediktbeuern herausgelöst, gab es verschiedene Interessenten an dem Privatbad. 1831 erwarb der Münchner Kaufmann Moritz Debler den Heilbrunnen. Unter ihm begann der Aufstieg des kleinen beschaulichen Ortes zu einem weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannten Privatbades, Ober- und Unterheilbrunn, bis 1933 offiziell der Gemeinde Steinbach zugehörig erhielten ihr heutiges Ortsbild. Debler errichtete einen klassizistischen Quellentempel und eine erste, kleine Wandelhalle.

Quelle, Kureinrichtungen und die mit dem Versand des Wassers betraute Firma Moritz Debler wechselten 1872 mit dem Münchener Hofschlosserehepaar Hoeck erneut den Eigentümer. 1877 weihten sie das Kurhaus-Hotel ein, das zusammen mit dem Hotel Bellevue (der heutigen Gemeindeverwaltung) und dem Gasthof zur Post die Ortsmitte zu einem markanten Kern werden ließ.

1912 veräußerte das Ehepaar Hoeck alle mit dem Privatbad zusammenhängenden Grundstücke und Rechte an die in Bad Tölz ansässige Jodquellen AG.

Um Verwechslungen mit anderen Orten auszuschließen, erfolgte 1933/34 die Umbenennung der Gemeinde Steinbach in Bad Heilbrunn.

 

 

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