Landratsamt Bad Tölz-WolfratshausenKÜNSTLERPORTALLEITPORTALARCHIVPORTAL
  • header_01
  • header_02
  • header_03
  • header_04
  • header_05
  • header_06
  • header_07
  • header_08
  • header_09

27.04.1428
Herzog Ernst von Bayern, Pfalzgraf bei Rhein, genehmigt den
Bürgern von Wolfratshausen eine Steuer auf Wein zu erheben

Diese Steuer, ein so genanntes "Umgeld" betrug 2 Maß auf 64 Maß. Diese Nutzung sollen die Bürger zum Nutzen des Marktes verwenden, so für Bauten und "andere Sachen" – München, 27.04.1428

 

 

Übertragung des Originals (in einigen Fällen ist "v" oder "w" als "u" und "u" als "v" zu lesen)  

 

Von gotes genaden wir Ernst Pfaltzgraf bey Rein vnd hertzog In Beyrn etc. Bekennnen offenlich mit dem brief fur vns vnd vnser erben das die Burger gemeyntlich Reich vnd Arm vnsers Marckts zue wolffertzhausen vns haben für gebracht wie das der Marckt an Torren, Tullen grab[en] vnd andern sachen nyndert verwart sey. Vnd wie sy auch in der gemain dhainerley (dh=k) gült haben, auon sy des Marckts notdurft im pawen vnd zerung[e]n außgerichten noch gesuchen mugen. Vnd haben vns mit vndertenigkeit vlersslichen (unerlässlich ?) gebeten, das wir in vns[rer] gnad vnd hilfe darInn mit tailn mit aine[m] sollichen das sy den Aymer den sy yetzo haben vnd der Innhaldet vier vnd sechtzygk maß, umb zwo mass grosser machen mugen. Also wer wein zu In furet vnd den verkauffen wolt der wurd sechs vnd sechtzigk maß für ainen Aymer geben vnd sy wurden vier vnd sechtzigk maß fur ainen eymer außschencken vnd das sey In ain grosse hilf, vnd schadt doch weder Lannden noch lewten nicht. Auf das so haben wir vns bedacht, vnd darInn vnser Raet rat gepflegn vnd wir finden auf diz mal im rat nicht anders dann das ain solliche hilf lannden vnd lewten leidenlich vnd den von wolffertzhausen hilflich sey. Vnd also tun wir den Burg[er]n vnsers obg[e]n[ann]t[e]n Marckts die gnade in kraft des briefs, das sy den Aymer daran sy den wein kauffen vmb zwo maß mügen großßer machen, damit der Innhallt sechs vnd sechtzigk mass vnd doch nur vier und sechtzigk maß für ainen aymer ausschencken. Also würd In an einem yeden Aymer besten zwo maß. Dieselben nützung sollen sy wennden vnd kern In des Marckts gemainen nuz vnd frum[m]en. Es sey zu pawen oder andern sachen des dann der Marckt notdurftig ist vnd sunst zue dhainer (dh=k) andern sache. Doch so verdingen wir vns herInne ob das wär das wir auf ditz mal sollicher sache nicht wol vnderweiset wären vnd wir oder vnser erben hinfür erfüren das, des lanndes vnd Armerlewt schad herInn wäre, So mugen wir oder vnser erbn das wennden vnd setzen nach rat vnser Raet in ain pessers vnd nutzlichers lannden vnd lewten. Das alles zue waren vrkund haben wir vnser Insigl an den prief lassen hengen vnd der g[ebe]n ist zu München an Erichtag nach sant Jorgen tag des Jars als man zalt nach cristi vnsers herrn gepurde vierzehenhundert vnd in dem Acht vnd zweinzigisten Jahre. pp.

 

(Siegel erhalten)

Zurück zur vorherigen Seite

 
Zur Webseite der Gemeinde Bad Heilbrunn Zur Webseite der Stadt Bad Tölz Zur Webseite der Gemeinde Benediktbeuern Zur Webseite der Gemeinde Bichl
 
Zur Webseite der Gemeinde Dietramszell Zur Webseite der Gemeinde Egling Zur Webseite der Gemeinde Eurasburg Zur Webseite der Gemeinde Gaissach
 
Zur Webseite der Stadt Geretsried Zur Webseite der Gemeinde Greiling Zur Webseite der Gemeinde Icking Zur Webseite der Gemeinde Jachenau
 
Zur Webseite der Gemeinde Kochel am See Zur Webseite der Gemeinde Königsdorf Zur Webseite der Gemeinde Lenggries Zur Webseite der Gemeinde Münsing
 
Zur Webseite der Gemeinde Reichersbeuern Zur Webseite der Gemeinde Sachsenkam Zur Webseite der Gemeinde Schlehdorf Zur Webseite der Gemeinde Wackersberg
 
  Zur Webseite der Stadt Wolfratshausen